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Gebäudereinigung Putzdienst

Unterhaltsreinigung für Büro - Geschäft – Haushalt - Immobilienendreinigung

Verbrennungstoilette – kompakte, autarke Abwasser‑ und Fäkalienentsorgung für Orte ohne Anschluss an das öffentliche Kanalsystem

 

1. Funktionsprinzip

  1. Zufuhr – Fäkalien und Urin werden über die herkömmliche Toiletten‑Spülung in einen geschlossenen Verbrennungs‑Kammer‑Behälter geleitet.
  2. Trocknung (optional) – Vor‑trockner‑Lüfter oder ein Wärmetauscher reduziert den Wassergehalt (auf < 30 % Gew.) und erhöht die Brennbarkeit.
  3. Verbrennung – Eine kleine, gasbetriebene oder elektrisch beheizte Brennkammer (Temperatur ≈ 850 °C – 1 200 °C) zündet das getrocknete Gemisch.
  4. Energie‑Rückgewinnung – Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird über einen Wärmetauscher genutzt, um das lokale Warmwasser‑ oder Heizsystem zu unterstützen (optional).
  5. Abgasbehandlung – Ein mehrstufiges Filtersystem (Partikelfilter → Aktivkohle → Katalysator) reduziert Staub, Gerüche und unverbrannte Kohlenwasserstoffe auf zulässige Grenzwerte.
  6. Emission – Das gereinigte Abgas wird über einen kleinen Schornstein oder ein Luftauslass‑Ventil ins Freie abgeführt.
 

2. Hauptkomponenten

Bauteil
Aufgabe
Eintritts‑/Spülbehälter
Sammeln von Fäkalien und Urin, verhindert Rückfluss.
Trockner‑/Lufteinblas‑System
Entzieht Feuchtigkeit, bläst Luft für bessere Verbrennung.
Brennkammer (Gas‑/Elektro‑Heizer)
Erreicht die notwendigen Temperaturen für vollständige Oxidation.
Wärmetauscher
Nutzt Abwärme für Heizung oder Warmwasser (Energie‑Effizienz).
Abgas‑Filter‑Kaskade
Partikelfilter → Aktivkohle → NOx‑Katalysator (Emissionsreduktion).
Steuer‑ und Sicherheitseinheit
Temperatur‑, Druck‑ und Flammensensoren, Not‑Shut‑Down, Selbstdiagnose.
Entsorgungseinheit
Kleine Schornsteinkapsel oder luftdichte Entlüftung, ggf. mit Schalldämpfer.

3. Vorteile

Vorteil
Erklärung
Unabhängigkeit vom Kanalnetz
Ideal für Campingplätze, Off‑Grid‑Häuser, Baustellen, Entwicklungsländer.
Platzsparend
Baubreite meist < 70 cm, Höhe < 200 cm – passt in Standard‑Sanitär­räume.
Reduzierte Umweltbelastung
Keine Kläranlagen‑Entsorgung, keine Grundwasser‑Kontamination.
Energie‑Rückgewinnung
10 %‑30 % der Verbrennungswärme können zur Heizung/Warmwasser‑Erzeugung genutzt werden.
Schnelle Entsorgung
In wenigen Minuten pro Nutzung ist die Kammer wieder bereit.
Geruch‑ und Schädling‑frei
Durch hohe Verbrennungstemperatur und Filter komplett abgelöst.
Wartungsarm
Kein Wasser‑ und Abwasserschlamm, nur periodische Filter‑ und Brenner‑Wartung.
Skalierbarkeit
Von Einzel‑ bis Mehrfach‑Einheiten (z. B. für Wohnblocks) konfigurierbar.

4. Nachteile & Einschränkungen

Nachteil
Hinweis
Anschaffungskosten
1 500 – 5 000 € (je nach Leistung, Zusatz‑Wärmetauscher).
Energiebedarf
Gas‑/Elektro‑Stromverbrauch (ca. 1,2 kWh pro Spül‑Vorgang).
Zulassungen
Genehmigung nach lokalen Emissions‑ und Bauregeln (z. B. BImSchG in Deutschland).
Lärmemission
Lüfter und Brenner erzeugen Geräusche (≈ 55‑65 dB(A)), ggf. Schalldämpfung nötig.
Handhabung von Brennstoff
Bei Gas‑Modellen muss Propan‑ oder Butangas nachgefüllt werden; bei Elektro‑Modellen Stromanschluss.
Wartungsintervalle
Filterwechsel (alle 3‑6 Monate), Brenner‑Reinigung (jährlich).

5. Installation – Schritt‑für‑Schritt

  1. Standortwahl
    • Gut belüfteter Raum, Abstand zu Fenstern/Entlüftungen > 1 m, feste Unterlage.
     
  2. Anschluss von Wasser‑ und Stromversorgung
    • Kaltwasser‑Zuleitung für Spülung, 230 V/400 V‑Strom (je nach Gerät).
     
  3. Brennstoffversorgung (bei Gas‑Modell)
    • Propan‑ oder Butangas‑Flasche mit Sicherheitsventil, geeignete Leitungen.
     
  4. Aufstellung und Verankerung
    • Gerät mit Befestigungs­schrauben an Boden oder Wand fixieren, Schornstein‑/Entlüftungsrohr montieren.
     
  5. Elektrische Verdrahtung und Steuerung
    • Anschluss an FI‑Schalter, Programmierung von Spül‑ und Verbrennungs‑Zyklus.
     
  6. Erste Inbetriebnahme
    • Testlauf ohne Last (nur Wasser), anschließend mit angegebenem Proben‑Fäkalien‑Mischung.
     
  7. Abgas‑Messung
    • Emissionswerte mit zertifiziertem Messgerät prüfen, ggf. Nachjustierung der Filter.
 

6. Wartungsplan (Beispiel für 2 kW‑Elektro‑Modell)

Intervall
Tätigkeit
Wöchentlich
Sichtprüfung der Lüfter‑ und Brenner‑Lüftungsgitter, Entfernen von Staub.
Monatlich
Filter (Partikel + Aktivkohle) reinigen oder austauschen (je nach Belastung).
Quartalsweise
Brennkammer‑Entkalkung (falls Wasser‑Hartheit > 8 °dH), Prüfung der Temperatur‑Sensorik.
Jährlich
Vollständige System‑Inspektion durch zertifizierten Techniker, Kalibrierung der Emissions‑Messwerte, Brenner‑Elemente ggf. austauschen.
Alle 2 Jahre
Austausch der Aktivkohle‑Filter (nach Lebensdauer‑Angabe des Herstellers).

7. Umwelt‑ und Sicherheitsaspekte

Aspekt
Maßnahme
Emissionen
Einbau von Partikelfilter (HEPA‑Klasse ≥ 99,97 %), Aktivkohle‑Entfeuchter und NOx‑Katalysator (Nachverbrennung).
Energieeffizienz
Wärmetauscher‑Integration (bis 30 % Rückgewinnung), automatische Abschaltung bei Nicht‑Benutzung.
Brandschutz
Thermische Abschaltautomatik, Überdruck‑Ventil, feuerhemmende Gehäuse‑Umrandung.
Geräuschschutz
Schalldämpfer‑Box um Lüfter, schalldämpfende Montagefläche.
Betriebs­dokumentation
Protokollierung von Spül‑ und Verbrennungszyklen, Filterwechsel‑ und Wartungsdaten (nach ISO 9001).
Entsorgung
Alt‑Filter und Brenner‑Teile gemäß WEEE‑ und REACH‑Richtlinien recyceln.

8. Wirtschaftliche Betrachtung (Beispiel: Ferienhaus, 2 Personen‑Haushalt)

Position
Wert
Anschaffungskosten
2 800 € (Elektro‑Modell inkl. Wärmetauscher)
Installation
500 € (Elektriker, Gas‑/Stromanschluss, Schornstein)
Betriebskosten
Strom: 0,15 €/kWh → 1,8 kWh/Spülvorgang → 0,27 €/Spülung (2 Spülungen/Tag) ≈ 197 €/Jahr
Filter‑Kosten
Aktivkohle‑Filter ≈ 30 €/Stück, 2‑mal/Jahr → 60 €/Jahr
Wartung/Service
150 €/Jahr (Techniker‑Check)
Gesamtkosten 5 Jahre
2 800 + 500 + (197 + 60 + 150) × 5 ≈ 5 500 €
Ersparnis gegenüber Anschluss
Bei Anschlussgebühr 1 200 €/Jahr + Wasser‑/Abwasser‑Gebühren 300 €/Jahr → 7 500 € über 5 Jahre. Nettoersparnis ≈ 2 000 €