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Gebäudereinigung Putzdienst

Unterhaltsreinigung für Büro - Geschäft – Haushalt - Immobilienendreinigung

Winterdienst – strukturierte, rechtssichere und effiziente Räum‑ und Streudarbeiten für öffentliche Straßen, Kommunen und private Grundstücke

 

1. Grundlagen & rechtlicher Rahmen

Gesetz / Verordnung
Inhalt
Relevanz für den Winterdienst
Straßenverkehrs‑Ordnung (StVO) § 37
Halten und Parken ist zu gewährleisten; bei Glätte muss die Straße frei sein.
Verpflichtung zur Räum‑ und Streuarbeit.
Straßen‑ und Wegerecht (Land‑/Kommunal‑Gesetze)
Erlaubnis für Verkehrsbeschränkungen, Einsatz von Fahrzeugen.
Basis für temporäre Sperrungen, Anordnungen.
Umweltschutz‑Gesetz (UGS)
Beschränkung von Salz‑ und Chemikalieneinsatz, Gewässerschutz.
Auswahl umweltfreundlicher Streumittel.
Arbeits‑Sicherheits‑Gesetz (ASiG)
Schutz von Einsatzpersonal (Kälte, Fahrzeug‑Sicherheit).
PSA, Schulungen, Arbeitszeit‑Planung.

2. Leistungs‑Portfolio

Service
Kurzbeschreibung
Typische Einsatzbereiche
Schnee‑ und Eisbeseitigung
Räumen, Fräsen, Schieben von Fahrbahnen, Gehwegen, Parkplätzen.
Kommunen, Industrie‑Gelände, Einkaufszentren.
Streuen / Glätteabwehr
Ausbringen von Streugut (Salz, Gemisch, Granulat, umweltfreundliche Alternativen).
Hauptverkehrsstraßen, Rettungswege, Zufahrten.
Wärme‑/Enteisungsanlagen
Thermische Heizungen (z. B. Heizdecken, Luftstrahler) für besonders kritische Stellen.
Brücken, Bahnübergänge, Aufzüge.
Entrauchungs‑ und Notfall‑Bereitschaft
Schnelles Eingreifen nach Unfällen, Unwettern, Sturmschäden.
Autobahnen, Veranstaltungsorte.
Monitoring & Reporting
Wetter‑ und Verkehrs‑Monitoring, Dokumentation der Einsätze (nach § 1 StVO).
Behörden, Auftraggeber, Versicherungen.
Umwelt‑ und Entsorgungs‑Management
Rücknahme von Alt‑Streugut, Entnahme von verschmutztem Wasser, Recycling.
Nachhaltige Winterdienst‑Konzeption.

3. Geräte‑ & Material‑Portfolio

Gerätetyp
Hauptmerkmale
Einsatzbereich
Schneepflüge & Fräsen (Hydraulik, 5‑30 t)
Grobe Schneeräumung, Schneeverteilung.
Autobahnen, Hauptverkehrsstraßen.
Kehrmaschinen / Streugeräte
Präzises Ausbringen von Streugut, Streu‑Kontrollsystem (GPS‑basiert).
Nebenstraßen, Parkplätze, Fußwege.
Gelenk‑ und Kettenfahrzeuge
Hohe Wendigkeit, leichtes Manövrieren in engen Bereichen.
Stadtzentren, enge Gassen.
Streugut‑Varianten
Natriumsalz (NaCl) – günstig, bewährte Wirkung.
Calcium‑Magnesium‑Chlorid – geringere Korrosion.
Gras‑/Kies‑Granulat – umweltfreundlich, reduziert Salz‑Eintrag.
Kalk‑ oder Bitumen‑Mischungen – für Oberflächen‑Schutz.
Auswahl abhängig von Umweltschutz‑Vorgaben, Budgets, Fahrbahn‑Beschaffenheit.
Thermische Heizgeräte
Luft‑/Flächenheizer (500 kW‑2 MW), beheizte Fahrbahn‑Matten.
Brücken, Notrampen, Bahnübergänge.
Sicherheits‑Ausrüstung
Schutzhelm, Handschuhe, isolierte Stiefel, reflektierende Warnwesten, Kommunikationssysteme.
Schutz des Personals bei Kälte und Verkehr.

4. Ablauf‑Planung (typischer Tagesablauf)

  1. Frühmorgen‑Briefing – Wetter‑Update, Einsatz‑Prioritäten, Strecken‑Freigaben.
  2. Route‑Planung – GPS‑gestützte Touren (optimale Reihenfolge, Priorisierung nach Fahrbahn‑Klasse).
  3. Räum‑Phase – Einsatz von Fräsen/Pflügen, ggf. manuelles Schneeschieben für sensibelere Bereiche.
  4. Streu‑Phase – Ausbringung des Streugutes, Messung des Streu‑Auftrags (g/L) via Sensorik.
  5. Kontrolle – Sicht‑ und Messkontrolle (Rutsch‑Coefficient, µ‑Wert) – Nachbesserungen ggf. sofort durchführen.
  6. Dokumentation – GPS‑Log, Menge eingesetztes Streugut, eingesetzte Arbeitszeit, Fotos.
  7. Abschluss‑Briefing – Rückmeldung, offene Punkte, Vorbereitung für nächste Schicht.
 

5. Kosten‑ und Wirtschaftlichkeits‑Beispiel (Klein‑Gemeinde, 30 km Straßen)

Position
Menge
Einheitspreis (EUR)
Gesamtkosten (EUR)
Schneepflug‑Miete (1 Tag/8 h)
2
350
700
Streugeräte‑Miete (inkl. GPS)
2
200
400
Streugut (NaCl, 30 t/Winter)
30 t
120/t
3 600
Personal (2 Techniker, 8 h)
2 × 8 h
45/h
720
Kraftstoff & Wartung
500
500
Gesamtkosten Winterperiode
≈ 5 920 EUR

Durch Einsatz von Mischstreugut (NaCl + Granulat) kann die Menge an Salz um ca. 30 % reduziert, gleichzeitig die Umweltauswirkungen gesenkt → Einsparung ca. 360 EUR.

 

6. Umwelt‑ & Nachhaltigkeits‑Strategien

Maßnahme
Nutzen
Mischstreugut (Salz + Granulat)
Reduziert Salz‑Eintrag in Gewässer, verringert Korrosion an Fahrbahnen.
GPS‑basierte Streu‑Optimierung
Präziser Einsatz, geringerer Materialverbrauch, verbesserte Dokumentation.
Recycling von Alt‑Streugut
Eingesammeltes Salz‑Rückstand‑Mischgut wird wiederaufbereitet.
Elektro‑Antriebs‑Fahrzeuge
Reduziert CO₂‑Emissionen, besonders bei innerstädtischen Einsätzen.
Schutz‑Coatings für Fahrbahn
Kunstharz‑ oder Bitumen‑Beschichtungen verlängern Lebensdauer, vermindern Salzbedarf.
Energie‑Management
Thermische Heizgeräte nur bei kritischen Abschnitten, Einsatzzeiten optimieren.

7. Qualitäts‑ & Sicherheits‑Kontrollen

Kontrolle
Frequenz
Prüfkriterium
Rutsch‑Coefficient‑Messung
nach jedem Streuvorgang
µ‑Wert ≥ 0,6 (für Asphalt)
Streugut‑Mengen‑Messeinheit
fortlaufend (Sensor)
Soll‑Menge (g/m²) einhalten
Fahrzeug‑Wartung
wöchentlich
Bremsen, Beleuchtung, Schneeketten‑Fit‑Check
Personalschulungen
halbjährlich
Kälteschutz, Notfall‑Verhalten, Erste‑Hilfe
Umwelt‑Bericht
jährlich
Salz‑Eintrag, Gewässer‑ Belastung, Recycling‑Quote